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WerkstoffgruppeBeschreibung
Unlegierter BaustahlZu den unlegierten Baustählen zählen alle kohlenstoffarmen Stähle, bei denen die Eisenbegleiter festgelegte Mindestwerte nicht überschreiten. Für ihre Verwendung sind vor allem die Streckgrenze, die Umformbarkeit und die Schweißeignung entscheidend. Sie sind weich, biegsam, zäh und dehnbar, aber nicht durch Wärmebehandlung härtbar.

Die Streckgrenzen liegen zwischen 185 und 450 N/mm². Diese Stähle sind kostengünstig und reichen für die meisten einfachen Anwendungen aus. Mit steigendem Kohlenstoffgehalt erhöhen sich Festigkeit und Härte, jedoch vermindern sich dadurch die Zähigkeit, die Schmiedbarkeit und die Schweißbarkeit. Zum Einsatz kommen diese Stähle im Maschinen- und Stahlbau.

EinsatzstahlEinsatzstähle sind legierte oder unlegierte Stähle mit niedrigen Kohlenstoffgehalten zwischen 0,05 und 0,25 %. Diese Stähle sind für die Einsatzhärtung vorgesehen. Ziel des Einsatzhärtens ist eine möglichst harte Randschicht herzustellen, während der Kern des Stahles zäh bleibt. Beim Einsatzhärten wird die Oberfläche gezielt mit Kohlenstoff angereichert und gehärtet.
VergütungsstahlVergütungsstähle sind Stähle, die aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung für die Wärmebehandlung des Vergütens zur Erlangung höherer Festigkeiten bei guter Zähigkeit geeignet sind. Sie haben in der Regel einen Kohlenstoffgehalt von C = 0,25 – 0,60 %. Unter Vergüten versteht man eine zweistufige Wärmebehandlung, bei der der Stahl zuerst bei Vergütungstemperatur stark erwärmt und anschließend schnell abgekühlt (abgeschreckt) wird. Durch die schnelle Abkühlung verzerrt das Gefüge und so entsteht eine höhere Festigkeit. Anschließend wird der Stahl wieder leicht erwärmt (angelassen) und damit die Festigkeit etwas zurückgenommen um die Zähigkeit zu verbessern.

Vergütungsstähle sind in der DIN EN 10083 genormt.

Warmfester BaustahlWarmfeste Baustähle werden für Bauteile für Kraftwerke/Wärmekraftanlagen und im Maschinenbau bei Temperaturbeanspruchungen bis ca. 550°C – 600°C verwendet. Diese Stähle besitzen auch bei hohen Temperaturen gute mechanische Eigenschaften.
FeinkornbaustahlFeinkornbaustahl ist eine Bezeichnung für Baustähle, die sich in Ihren Eigenschaften speziell zum Schweißen eignen. Sie haben eine höhere Streckgrenze als vergleichbare Stähle. Aufgrund des negativen Einflusses von Kohlenstoff auf die Schweißbarkeit eines Werkstoffes beträgt der maximale Kohlenstoffgehalt bei Feinkornbaustählen weniger als 0,2 %. Diese Eigenschaften werden bei der Stahlerzeugung durch die Beisetzung von sauerstoff- und stickstoffabbindenden Elementen erreicht. Die feine Körnung im metallurgischen Gefüge wird durch Legierungselemente erreicht, deren Nitride und Carbide erst bei höheren Temperaturen in Lösung gehen. Sie sind bei gleicher Zusammensetzung fester und zäher als grobkörniger Stähle. Verwendung finden Feinkornbaustähle vor allem bei hoch auf Zug beanspruchten Stahlbetonkonstruktionen wie Brücken, beim Bau von Kränen, Hydraulikzylindern oder anderen Schweißkonstruktionen aufgrund ihrer besonderen Schweißeignung sowie im Offshore -Bereich.